omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren aus den verschiedenen Quellen und ihre Wirkung auf Körper und Geist waren heute unser Thema im Studio 2. Martin Ferdiny und ich hatten Zeit für einen kurzen Steckbrief im ORF Interview. Eine Zusammenfassung und vertiefende Infos zu neuen Erkenntnissen sind zum Nachlesen hier aufbereitet:

Omega-3-Fettsäuren

Heute ist Aschermittwoch. Da steht traditionell der Heringsschmaus am Speiseplan. Warum der nicht nur gut schmeckt, sondern bei richtiger Zubereitung auch noch gesund ist, erfährt man hier:

Was macht Fisch so gesund?

Neben ihrer Quelle für Proteine und als Nährstofflieferant verfügen viele Fischarten infolge ihrer algenreichen Ernährung über einen hohen Gehalt an wertvollen omega-3-Fettsäuren, denn bestimmte Mikroalgen haben sich als besonders geeignete Produzenten dieser Fettsäuren herausgestellt. Diese Substanzen erfüllen in unserem Organismus viele wichtige Aufgaben, können aber vom Körper selbst nicht gebildet werden: wir müssen sie uns also über die Nahrung holen. 1-2 mal pro Woche Fisch sollte man sich also nicht nur in der Fastenzeit gönnen.

Warum sind omega-3-Fettsäuren für uns notwendig?

Längst ist bekannt, omega-3-Fettsäuren sind für die Gesunderhaltung von Herz und Kreislauf wichtig, indem sie sich günstig auf die verschiedenen Parameter wie u.a. bestimmte Blutfettwerte oder die Fließeigenschaften des Blutes auswirken. Weniger bekannt sind sie leider für ihre guten antientzündlichen Eigenschaften, die wir zunehmend medizinisch nützen. Sie sind ein wichtiger Baustein der Netzhaut im Auge und von Gehirn- und Nervenzellen, deshalb bekommen werdende Mütter oft ein Präparat empfohlen, damit das Baby ausreichend versorgt wird, und sie werden in diesem Zusammenhang im neurologisch-psychiatrischen Kontext vermehrt eingesetzt.

In welchen Nahrungsmitteln sind sie enthalten?

Die aus pharmazeutischer Sicht hochwertigsten omega-3-Fettsäuren finden wir in fettreichen Meeresfischen wie Hering, Lachs, Makrele und Thunfisch, in bestimmten Mikroalgen und in Krill, einer antarktischen Krebsart, vor. Alternativen, wenn auch weniger gute Lieferanten sind bestimmte pflanzliche Öle wie Lein-, Perilla-, Raps- Soja- und Walnussöl z.B., die mit der enthaltenen Alpha-Linolensäure eine pflanzliche omega-3-Fettsäure liefern.

Anwendungsgebiete der omega-3-Fettsäuren?

Bei sehr vielen entzündl. Erkrankungen, etwa den Darm betreffend, oder auch die Gelenke: Rheumapatienten profitieren von einer signifikanten Verbesserung der morgendlichen Gelenkssteifigkeit, Reduktion von Schwellungen und Gelenksschmerzen. Bei entzündlichen Hauterkrankungen wie Psoriasis und Neurodermitis nehmen Juckreiz, Rötung und Schuppung ab. In Zusammenhang mit erhöhten Blutfettwerten zur Senkung erhöhter Triglyceridspiegel. Wegen ihrer positiven Einflüsse auf Gehirn und Nervenzellen sind viele psychiatrisch-neurologische Erkrankungen auch ein Thema: omega-3-Fettsäuren sind wichtig für die Gedächtnisleistung, sie reduzieren die Bildung jener Strukturen im Gehirn, die als Auslöser für die Alzheimer Demenz gelten, man hat erniedrigte Spiegel bei Demenz Erkrankungen und Morbus Parkinson gefunden, und konnte bei Depression die Wirksamkeit bestätigen: die Ansprechrate auf Antidepressiva wird laut einiger Studien durch omega-3-Fettsäuren verbessert. Stark abhängig ist die Wirkung von der jeweiligen Dosierung, da sind sich Experten einig.  In speziellen Labors kann man den Status an omega-3-Fettsäuren im Körper erheben lassen. Ein neuer Ansatz in der Therapie der Depression?

Wie wird dosiert?

Je nach Anwendungsgebiet, ist hier die Bandbreite sehr groß. Zur Aufrechterhaltung einer normalen Herz- und Gehirnfunktion und der Sehkraft werden zumindest 250 mg omega-3-Fettsäuren täglich empfohlen. Das ist durch eine entsprechende Ernährung gut erreichbar wie 1/2Tl Leinöl oder 1EL Rapsöl täglich, oder 25g Hering bzw. Thunfisch am Tag, 70 g Lachs oder 200g Forelle. Im therapeutischen Bereich, sind die 10 fachen Mengen, also 2-3 g täglich erforderlich, bei chronisch entzündlichen Erkrankungen Gaben bis zu 5 g auf ärztliche Anordnung über ein Präparat aus der Apotheke. Auf einen zusätzlichen Antioxidantien-Schutz z.B. Vitamin C und Vitamin E sollte man achten, damit es zu keiner Radikalbildung und Oxidation der Fettsäuren kommt.

Wann ist der ideale Zeitpunkt zur Einnahme von omega-3-Fettsäure Präparaten?

Am besten zur Mahlzeit, als würde man Fisch essen.

Ist eine Überdosierung möglich?

Eine tägliche Gesamtaufnahme von 5 g Omega-3-Fettsäuren sollte nicht überschritten werden. Wichtig ist, dass man auch die Gesamtfettzufuhr am Tag im Auge behält, auch in Hinblick auf die zugeführte Energie, sprich die kcal. Je höher dabei der Anteil an ungesättigten Fettsäuren, vor allem an mehrfach ungesättigten omega-3-Fettsäuren ist, umso zuträglicher ist das unserer Gesundheit. Die Zufuhrempfehlungen für gesunde Menschen können durch den Verzehr von Fisch und Fischzubereitungen erreicht werden. Bei Erkrankungen, oder omega-3-Fettsäuren armer Kost stehen entsprechende Präparate zur Verfügung.

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